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Wie Onlineshops die neuen Aggregator-Units als Reichweiten-Booster nutzen

Der Digital Markets Act (DMA) verändert die Google-Suche im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) grundlegend. Durch die Einführung der neuen CSS-Aggregator-Units trennt Google die Ergebnisse künftig strikt in zwei Bereiche: Auf der einen Seite stehen reine Preisvergleichsdienste (CSS), auf der anderen Seite direkte Händlerangebote.

Wie Onlineshops die neuen Aggregator-Units als Reichweiten-Booster nutzen

Viele E-Commerce-Betreiber reagieren verunsichert: Direkte Produktanzeigen rutschen in den separaten Anbieterausschnitt, während generische Suchanfragen („Laufschuhe Herren“, „Kaffeevollautomat“) verstärkt von den prominenten Aggregator-Boxen dominiert werden. Wer ausschließlich auf das Standard-Google-Merchant-Center setzt, läuft Gefahr, wertvolle Sichtbarkeit und Traffic an Drittportale abzutreten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Preisvergleichsdienste haben eigene Reihen: Organische Shopping-Ergebnisse erscheinen im EWR als aufklappbare Liste von Anbietern. In diese Reihen kommst du nur über einen Preisvergleichsdienst (CSS).
  • Das Format steht noch nicht fest: Eine abschließende Bewertung der EU-Kommission, ob die Umsetzung den DMA-Vorgaben genügt, ist bisher nicht veröffentlicht.
  • Du musst nichts einbauen: Google verlangt von Händlern kein Markup und keine neue Feed-Spezifikation, um in der Einheit zu erscheinen.
  • Dein Preisvergleichsdienst entscheidet mit: In welcher Reihe deine Produkte stehen, hängt davon ab, welche Preisvergleichsdienste sie führen und an Google übermitteln.

Was Google konkret geändert hat

Google nennt die neue Darstellung Aggregator Unit. Laut Googles Dokumentation ist sie eine Suchfunktion für mehrere Anbieter, die Nutzern im EWR angezeigt wird: Mehrere Vergleichsdienste zeigen ihre eigenen Ergebnisse in einem gemeinsamen Block.

Bei Produktsuchen heißt das:

  • Organische Shopping-Ergebnisse erscheinen als Reihen, eine pro Preisvergleichsdienst.
  • Es ist immer nur eine Reihe geöffnet, mit den Produktkacheln, Preisen und Links dieses Anbieters.
  • Standardmäßig ist die Reihe des am besten platzierten Anbieters aufgeklappt, die übrigen stehen in einer Auswahlliste dahinter.
  • Direkte Anbieter zeigt Google in einer eigenen Einheit daneben, der Supplier Unit. Sie erscheint nur zusammen mit der Aggregator Unit.

Zwei Dinge ändern sich nicht: Bezahlte Shopping-Anzeigen laufen weiter wie bisher. Und die Einheit gilt nicht nur für Produkte – Google nutzt dasselbe Format auch für Hotels, Flüge, Fernzüge und Fernbusse sowie lokale Unternehmen. Preisvergleichsdienste sind der Fall für Produkte.

Warum Google das umgebaut hat

Im Juli 2026 hat die EU-Kommission entschieden, dass Google eigene Dienste in der Suche unzulässig bevorzugt. Grundlage ist Artikel 6 Absatz 5 des Digital Markets Act, der Gatekeepern verbietet, eigene Dienste im eigenen Ranking zu bevorzugen. Google bekam 60 Tage Zeit. Die neuen Einheiten hat Google am 8. September 2026 dokumentiert und für den EWR angekündigt.

Am 17. und 18. September folgte der nächste Schritt: Google entfernte im EWR die kostenlosen Produkteinträge und das Karussell „Beliebte Produkte“ aus der Suche.

Endgültig ist das Format noch nicht. Eine abschließende Bewertung der EU-Kommission, ob die Umsetzung den DMA-Vorgaben genügt, ist bisher nicht veröffentlicht, und Preisvergleichsdienste haben sich bereits mit Einwänden an die Kommission gewandt. Die Darstellung kann sich also noch ändern.

Welcher Preisvergleichsdienst deine Produkte zeigt, wird wichtiger

Hier liegt der kommerziell entscheidende Teil. Früher standen organische Shopping-Einträge in einem gemeinsamen Raster. Jetzt stehen sie in Reihen, die jeweils einem Preisvergleichsdienst gehören. Eine Reihe ist standardmäßig geöffnet, die übrigen liegen hinter einem Klick.

Deine Produkte erscheinen in der Reihe eines Preisvergleichsdienstes, wenn dieser sie auf seiner Vergleichsseite führt und an Google übermittelt. Damit ist die Wahl deines CSS mehr als eine Frage des Klickpreises: Es geht auch darum, in welcher Reihe deine Produkte stehen und ob Käufer diese Reihe sehen, ohne etwas aufzuklappen.

Wie die Reihenfolge der Anbieter zustande kommt, legt Google nicht offen. Google verweist darauf, was für die jeweilige Suche am hilfreichsten ist, und auf seine Richtlinien für Search Quality Rater. Eine veröffentlichte Formel gibt es nicht – wer dir eine verspricht, rät.

Ein Kanal, den du allein nicht erreichst

Die Reihen sind kein neuer Ort, an dem deine bisherigen Einträge automatisch auftauchen. Es sind Reihen von Anbietern, und der einzige Weg hinein führt über einen Preisvergleichsdienst.

Googles Dokumentation ist dazu eindeutig: Wer Ergebnisse in die Einheit liefern will, muss von Google als Vertical Search Service zugelassen sein. Für Produktsuchen sind das Preisvergleichsdienste. Für einzelne Händler gibt es keinen eigenen Zugang, kein eigenes Formular und nichts zu kaufen.

Für die Reihen der Aggregator Unit ist die Zusammenarbeit mit einem CSS damit dein einziger Zugang. Direkte Anbieter kann Google zusätzlich in der separaten Supplier Unit zeigen.

Du musst nichts einbauen

Viele Händler fragen, was sie jetzt umsetzen müssen. Die Antwort: nichts.

Googles Dokumentation nennt für Händler keine Pflicht zu strukturierten Daten, kein Schema-Markup und keine neue Feed-Spezifikation, um in der Aggregator Unit zu erscheinen. Die Daten liefert der Preisvergleichsdienst: Er übermittelt Google seine Produktseiten. Auf deinen Produktseiten und in deinem Feed musst du dafür nichts ergänzen.

Bietet dir jemand ein Umsetzungsprojekt für die Aggregator Unit an, frag genau nach, was dabei umgesetzt werden soll.

Was noch niemand weiß

Ehrlich über die Grenzen des Wissens zu sein, ist hier wichtiger als Gewissheit vorzutäuschen.

Beobachtungen aus einzelnen Märkten sind Momentaufnahmen, keine Trends. Die EU-Kommission hat noch nicht bestätigt, ob die Neugestaltung ihre Entscheidung erfüllt – das Format kann sich also erneut ändern. Und Leistungszahlen, die derzeit kursieren, stammen von einzelnen Anbietern, die über ihren eigenen Traffic berichten, über Tage statt Quartale. Behandle sie entsprechend.

Unstrittig ist die strukturelle Veränderung: Preisvergleichsdienste sind nicht mehr die unsichtbare Technik hinter einem Raster, sondern die benannten Reihen, in die organische Shopping-Ergebnisse gegliedert sind.

Vom Traffic-Verlust zur doppelten Präsenz

Veränderungen im Google-Ökosystem sind kein Risiko, sondern ein Verteilungskampf. Statt Preisvergleichsdienste als reine Konkurrenz zu sehen, nutzen vorausschauende Händler diese als strategische Traffic-Verteiler. Genau hier setzt csspartner.io an, um die neuen Marktregeln in deinen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln:

  • Maximale Abdeckung durch Multi-CSS: Mit csspartner.io bleibst du im klassischen Händler-Bereich präsent und sicherst dir gleichzeitig Platzierungen in den neu hervorgehobenen Aggregator-Units.
  • 20 % geringere Klickkosten oder 25 % mehr Bietkraft: Bei der Schaltung über ein CSS entfällt die Google-Marge von 20 % auf den Klickpreis (CPC). Du zahlst für denselben Klick 20 % weniger oder bietest mit demselben Budget 25 % mehr – das bedeutet mehr Reichweite bei gleichen Kosten.
  • Automatisiertes Feed-Monitoring: Täglich geprüfte Produktdaten verhindern fehlende Freigaben im Merchant Center und halten deine Artikel in allen Formaten ausspielbar.
  • Optionaler Klickbetrug-Schutz: Als buchbare Zusatzoption filtert er Bots und ungültige Klicks heraus, bevor sie dein Werbebudget belasten.
  • Zero Downtime beim Wechsel: Deine Kampagnen, Historie und Gebote laufen ohne Unterbrechung weiter. Die Anbindung erfolgt unkompliziert per Einladung im Merchant Center.

Die Customer Journey neu besetzen

Die klare Trennung zwischen Händlern und Aggregatoren verlangt nach flexiblen Anzeigensets. Wer frühzeitig auf eine hybride CSS-Strategie setzt, sichert sich die obersten Plätze im Entscheidungsprozess der Käufer – lange bevor die Konkurrenz nachzieht.

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