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Insights

Google Shopping Ads in neuen Märkten: was Österreich davon hat

Google weitet Shopping-Anzeigen und das CSS-Programm auf weitere europäische Märkte aus. Ab dem jeweiligen Start gilt dort auch der CSS-Vorteil: 20 % CPC-Ersparnis oder 25 % mehr Bietkraft.

Für Shops und Agenturen, die ihren Footprint in Europa ausbauen wollen, öffnet sich damit ein Fenster kurz vor dem Peak-Season-Geschäft.

Ab September 2026 kommen neue Märkte für Shopping Ads hinzu

Google startet Shopping Ads und das CSS-Programm ab September 2026 unter anderem in diesen Ländern:

  • Bulgarien
  • Kroatien
  • Estland
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Serbien

Slowenien folgt im März 2027

Slowenien kommt als weiterer Markt im März 2027 zum Programm hinzu.

Der CSS-Vorteil gilt ab dem ersten Tag in jedem neuen Markt

Sobald Shopping Ads in einem dieser Länder starten, gilt dort auch der reguläre CSS-Vorteil: 20 % CPC-Ersparnis bei gleicher Position oder 25 % mehr Bietkraft bei gleichem Budget.

Serbien ist dabei kein EU-Mitglied, der Vorteil gilt trotzdem, genau wie er es heute schon in der Schweiz, Norwegen und dem Vereinigten Königreich tut.

Ein früher Einstieg trifft auf weniger Wettbewerb

In neu geöffneten Märkten sind zu Beginn meist weniger Werbetreibende aktiv. Wer früh einsteigt, sammelt Daten und optimiert seinen Produktfeed, bevor der Wettbewerb zunimmt.

Der Start liegt rechtzeitig vor der Peak Season

Der Septembertermin liegt vor Black Friday und dem Weihnachtsgeschäft. Für Shops mit starkem Q4-Fokus lohnt sich eine frühe Vorbereitung.

Litauen wächst zum digitalsten E-Commerce-Markt im Baltikum

Litauen gilt als digitaler Vorreiter im Baltikum. Der E-Commerce-Markt erreichte 2025 je nach Quelle zwischen 1 und 3,2 Milliarden USD – je nachdem, ob nur B2C oder auch B2B und Services einbezogen werden. Das Wachstum ist mit einem prognostizierten CAGR von über 15 % bis 2031 beeindruckend.

Die Bevölkerung ist stark digital vernetzt: 89,5 % Internetpenetration, mobile Commerce macht über 62 % des Marktes aus. Litauen ist auch international bekannt als Heimat globaler Tech-Erfolge: Vinted, die europäische C2C-Modeplattform, überschritt 2025 erstmals die 1-Milliarden-Euro-Umsatzmarke.

  • Marktvolumen 2025: 1–3,2 Mrd. USD (je nach Segment)
  • Mobile Commerce: 62,55 % Marktanteil
  • Bevölkerung: ~2,8 Millionen, mit stetigem Rückgang – aber hoher Kaufkraft
  • Top-Kategorie: Mode & Bekleidung (26,4 % Marktanteil)
  • Cross-Border Baltikum: über 600.000 Sendungen nach Lettland und Estland (2024)

Shopping Ads starten auf Englisch, Litauisch folgt 2027

Shopping Ads in Litauen starten zunächst auf Englisch. Die litauische Sprachunterstützung folgt in Phase 2 (Zielstart: März 2027).

Litauen hat eine hohe Englischkompetenz in der Bevölkerung, besonders unter jüngeren Konsumenten. Der englischsprachige Start ist damit weniger ein Nachteil als in manchen anderen neuen Märkten.

Eine gemeinsame Kampagnenarchitektur für alle drei baltischen Staaten spart Aufwand

Deckst du Estland, Lettland und Litauen in einer gemeinsamen Struktur ab, verwaltest du ein zusammenhängendes Marktcluster statt drei getrennter Einzelmärkte.

Lettisch ist eine eigenständige baltische Sprache. Übersetzungen im Feed wirken glaubwürdiger, wenn sie von Muttersprachlern statt maschinell erstellt werden.

Diese Punkte erleichtern dir den Start in Estland

  • Qualitätsanspruch: Estnische Konsumenten sind hochwertige digitale Erlebnisse gewohnt. Ein sauberer Feed, kurze Ladezeiten und ein reibungsloser Checkout zahlen sich hier besonders aus.
  • Paketautomaten: Paketautomaten sind im Baltikum eine verbreitete Lieferoption. Biete sie klar erkennbar an, um die Conversion zu unterstützen.
  • Cross-Border-Kaufverhalten: Estnische Konsumenten kaufen häufig grenzüberschreitend, unter anderem aus Deutschland und den nordischen Ländern. Wer dort bereits aktiv ist, kann Estland mit überschaubarem Zusatzaufwand erschließen.
  • E-Residency: Über Estlands E-Residency-Programm können auch Unternehmen ohne EU-Sitz eine EU-Präsenz aufbauen.

Kroatien ist ab September 2026 ein neuer Google-Shopping-Markt

Kroatien ist EU-Mitglied und nutzt seit Januar 2023 den Euro. Das vereinfacht grenzüberschreitende Preisvergleiche und Zahlungen, besonders für Advertiser aus dem DACH-Raum.

Bulgarien wird ab September 2026 zum Google-Shopping-Ads-Markt

Bulgarien ist EU-Mitglied und hat seit dem 1. Januar 2026 den Euro. Ab September 2026 kannst du Google Shopping Ads für bulgarische Nutzer schalten.

Wie in den bestehenden 21 Märkten gilt auch hier: Shopping-Anzeigen laufen über einen CSS. Buchst du keinen eigenen, übernimmt Google Shopping diese Rolle und behält einen Aufschlag auf jeden Klick ein.

Slowenisch ist eine eigenständige Sprache – dein Feed braucht eine echte Übersetzung

Slowenien ist EU-Mitglied und nutzt den Euro. Landessprache ist Slowenisch, eine eigenständige Sprache, die sich von Kroatisch oder Serbisch unterscheidet.

Wer von Anfang an dabei sein will, braucht rechtzeitig vor dem Start slowenische Produktdaten. Für einen produktiven Feed reicht maschinelle Übersetzung in der Regel nicht aus.

Luxemburg startet dreisprachig, mit Deutsch als einer der Ausgangssprachen

Anders als bei den meisten neuen Märkten kannst du in Luxemburg direkt mit deutschen Feed-Assets starten, da Deutsch dort eine der verbreiteten Alltagssprachen ist.

Französischsprachige Assets aus bestehenden Frankreich- oder Belgien-Kampagnen lassen sich ebenso für Luxemburg wiederverwenden.

Serbien startet ohne bestehenden Shopping-Ads-Wettbewerb

Ab September 2026 kannst du Google Shopping Ads erstmals in Serbien schalten. Weil dort bisher keine Shopping-Anzeigen liefen, ist der Wettbewerb auf der Plattform zu Beginn gering.

Der CSS-Vorteil gilt in Serbien ab dem Marktstart, obwohl das Land nicht in der EU liegt

Serbien ist kein EU-Mitglied, ebenso wenig wie die Schweiz, Norwegen und das Vereinigte Königreich. Dort gilt der CSS-Vorteil trotzdem, und das gilt genauso für Serbien.

Sobald ein zertifizierter CSS in Serbien verfügbar ist, gilt der volle Vorteil: 20 % CPC-Ersparnis bei gleicher Position oder 25 % mehr Bietkraft bei gleichem Budget.

Dein Produktfeed muss auch in den neuen Märkten stimmen

Preis, Währung, Verfügbarkeit und Ziel-URL müssen für jedes neue Zielland korrekt hinterlegt sein, genau wie in jedem bestehenden Markt.

Auch in den neuen Märkten läuft jede Shopping-Anzeige über einen CSS

Ohne eigenen CSS liefert Google Shopping aus und behält einen Aufschlag auf jeden Klick, das gilt auch in den neuen Märkten.

Läuft dein Merchant Center bereits über unseren CSS, greift der Vorteil in jedem neuen Land automatisch mit, sobald es startet. Ein separates Setup pro Land ist nicht nötig.

Was die Expansion für österreichische Shops bedeutet

Österreich ist seit Langem dabei, die neuen Märkte sind für dich also keine Umstellung, sondern eine Gelegenheit: Wo Shopping Ads erst anlaufen, ist das Teilnehmerfeld zunächst dünn – und ein sauber geführter Feed reicht dort weiter als in einem eingespielten Markt.

Prüfe deshalb, ob einer der neuen Märkte sprachlich oder logistisch nahe genug liegt, um ihn früh mitzunehmen. Der Vorsprung ist zeitlich begrenzt.

So bereitest du dich auf den Start vor

  • Produktfeed prüfen: Sind alle Pflichtattribute vollständig und korrekt?
  • Zielländer festlegen: Welche der neuen Märkte passen zu deinem Sortiment und deinen Margen?
  • CSS-Abdeckung klären: Deckt dein CSS-Partner die neuen Länder ab?
  • Conversion-Tracking prüfen: Tracking und Zielseiten für die neuen Regionen korrekt konfigurieren.
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