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Insights

Kosmetik Trends Schweiz: mehr Umsatz mit Google Shopping

Ein Lippenstift weckt Interesse. Die Farbe passt, der Preis stimmt, der Klick ist da. Doch im Shop öffnet sich eine andere Nuance, die gewünschte Variante ist ausverkauft oder die Lieferkosten bleiben bis zur Kasse unklar. Genau solche Details solltest du klären, bevor du dein Budget für das Herbstgeschäft erhöhst.

Die Ausgangslage für Schweizer Kosmetikshops ist interessant: Im August 2026 wurden Shopping-Anzeigen für Make-up und Kosmetik 17 % häufiger angeklickt als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig gingen die Einblendungen um 8 % zurück. Es gab also mehr Klicks trotz weniger Anzeigenimpressionen.

Und die historisch klickstärkste Phase steht erst bevor: In der Auswertung der vergangenen vier Jahre erreichten sowohl die Klickzahlen als auch die Klickpreise im November ihren Höchststand.

Die Marktdaten stammen aus Googles Bericht «Make-Up & Cosmetics | Switzerland – Vertical Trends» für August 2026, basierend auf internen Google-Daten und einer saisonalen Auswertung der vergangenen vier Jahre.

Für deinen Shop ergibt sich daraus eine konkrete Aufgabe: Bereite jetzt die Produkte und Angebote vor, mit denen du im November profitabel verkaufen möchtest.

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Entscheide zuerst, welche Produkte mehr Budget verdienen

Wenn die Klickzahlen im Markt steigen, lohnt es sich, nach zusätzlichen Verkaufschancen zu suchen. Beginne dafür mit einer Auswahl aus deinem Sortiment: Welche Produkte verkaufen sich bereits gut, sind zuverlässig lieferbar und lassen nach Einkauf, Versand und Werbung genug Marge übrig?

Ein Bestseller mit knapper Marge kann viele Bestellungen bringen und trotzdem wenig zum Ergebnis beitragen. Ein etwas weniger gefragtes Produkt mit guter Marge und hoher Kaufabschlussrate kann mehr Spielraum für Werbung bieten.

Ordne deine Artikel für die Herbstplanung in drei Gruppen ein:

ProduktgruppeWoran du sie erkennstWas du damit machst
Bewährte VerkaufsschlagerRegelmässige Käufe, ausreichende Marge und verlässlicher BestandVorräte sichern und zusätzliches Budget bei profitablen Ergebnissen einplanen
Produkte mit PotenzialInteresse ist vorhanden, aber es entstehen noch zu wenige BestellungenDarstellung, Preis und Produktauswahl gezielt verbessern und testen
Aktuell wenig rentable ArtikelHohe Werbeausgaben, geringe Marge oder häufig fehlende VariantenUrsache prüfen und Ausgaben begrenzen, bis das Angebot wieder trägt

Schau bei Make-up bis auf die einzelne Farbvariante. Eine erfolgreiche Produktlinie bedeutet nicht automatisch, dass jede Nuance gleich gut läuft. Für deine Budgetplanung ist entscheidend, welche tatsächlich verfügbaren Varianten gekauft werden.

Sorge dafür, dass nach dem Klick genau die richtige Nuance erscheint

Bei Kosmetik gehört die Variante zum Kaufentscheid. Wer eine bestimmte Foundation-Farbe oder Lippenstiftnuance anklickt, sollte sie auf der Zielseite sofort wiederfinden.

Gehe den Weg von der Shopping-Anzeige zur Produktseite für einige deiner wichtigsten Varianten selbst durch. Stimmen Farbname, Farbnummer, Füllmenge, Bild und Preis überein? Ist die beworbene Variante bereits ausgewählt? Bleibt die Auswahl erhalten, wenn der Artikel im Warenkorb landet?

Ein hilfreicher Produkttitel wäre beispielsweise: «Marke X Lippenstift, 125 Rose Nude, matt, 3,5 g». So erkennt die Kundschaft bereits vor dem Klick, welche Ausführung angeboten wird. Verwende dabei ausschliesslich Eigenschaften, die für das konkrete Produkt zutreffen.

Ergänze auf der Produktseite Bilder und Angaben, die die Auswahl erleichtern: etwa Farbmuster, eine verständliche Beschreibung des Finishs oder einen Vergleich der verfügbaren Nuancen. Prüfe, ob Bilder tatsächlich zur ausgewählten Variante gehören. Ein schönes Foto allein hilft wenig, wenn unklar bleibt, welche Farbe geliefert wird.

Dein erster Test: Überarbeite eine häufig angeklickte Produktlinie mit mehreren Nuancen. Beobachte anschliessend, ob aus diesen Besuchen häufiger Bestellungen entstehen, bevor du die Änderungen auf weitere Linien ausweitest.

Plane deine Produktseiten für den kleinen Bildschirm

86 % der Shopping-Klicks entfielen im August auf Smartphones. Die mobilen Klicks legten gegenüber dem Vorjahr um 16 % zu. Deine wichtigsten Informationen müssen deshalb auch auf einem kleinen Bildschirm schnell verständlich sein.

Öffne eine Produktseite auf dem Handy und prüfe vor allem die Auswahl: Lassen sich ähnliche Farbtöne unterscheiden? Sind Farbnamen lesbar? Ist klar, welche Variante verfügbar ist? Kann man die Auswahl ändern, ohne lange zu scrollen oder versehentlich etwas anderes anzutippen?

Platziere die Angaben, die für den Kauf nötig sind, nahe an der Variantenauswahl: Preis, Inhalt, Verfügbarkeit und Lieferinformationen. Ausführliche Produktbeschreibungen können darunter folgen. Teste auch, ob ein Warenkorb-Hinweis oder ein Pop-up die Farbauswahl verdeckt.

Computer bleiben für die Auswertung relevant: Ihre Klickzahlen stiegen um 28 %, ihr Anteil lag bei 13 %. Prüfe deshalb, ob Warenkorbwerte und Kaufabschlussraten zwischen den Geräten unterschiedlich ausfallen. Der stärkere prozentuale Zuwachs am Computer ist ein Anlass zur Analyse; den grössten Teil der Klicks liefern weiterhin Smartphones.

Rechne November-Angebote durch, bevor du Rabatte festlegst

Wenn Klicks und Klickpreise im selben Monat ihren historischen Höhepunkt erreichen, treffen mehr Verkaufschancen auf höhere Kosten für den einzelnen Besuch. Ein Rabatt braucht dann ausreichend Spielraum in deiner Kalkulation.

Berechne für geplante Aktionen, welcher Betrag pro Bestellung nach Wareneinsatz, Rabatt, Zahlungsgebühren, Verpackung und deinem Versandkostenanteil übrig bleibt. Daraus leitest du ab, wie viel Werbung du bezahlen kannst und welcher Gewinn verbleiben soll.

Prüfe neben Einzelrabatten auch passende Sets oder ergänzende Produkte. Beispielsweise könntest du ein Lippenprodukt zusammen mit einem farblich abgestimmten Lipliner anbieten. Teste, ob ein solches Angebot den Warenkorb und den Deckungsbeitrag verbessert. Stelle die Bestandteile und den Gesamtpreis klar dar.

Halte deine Auswahl überschaubar. Wenige gut kalkulierte Angebote lassen sich einfacher mit verlässlichen Beständen, passenden Produktseiten und klaren Lieferzusagen vorbereiten.

Nutze den September und Oktober für diese Tests. Die historischen November-Spitzen helfen bei der Planung; die konkrete Budgethöhe richtest du nach deinen eigenen Verkäufen und Kosten aus.

Viel Konkurrenz um Beauty-Käufe: Nutze einen CSS-Partner

Die Shopping-Ergebnisse bieten reichlich Auswahl. Die durchschnittliche Anzeigendichte lag im August bei 24,4 Anzeigen je Suche mit Anzeigenausspielung. Auf Smartphones waren es 25,2. Auch nach einem Rückgang der gesamten Anzeigendichte um 6 % gegenüber dem Vorjahr ist das ein deutliches Zeichen für den Wettbewerb um Aufmerksamkeit.

Ein unabhängiger Comparison Shopping Service, kurz CSS, kann dir helfen, dein Gebot effizienter einzusetzen. Die Schweiz nimmt am CSS-Programm teil. Google Shopping zieht eine Marge vom Händlergebot ab, bevor es in die Auktion eingeht. Über einen unabhängigen CSS mit geeignetem Preismodell lässt sich dieser Abzug vermeiden. So kann bei gleichem eingestelltem Gebot mehr Gebotskraft in der Auktion ankommen. So funktioniert Werbung über CSS.

Prüfe diese Möglichkeit vor der intensiven November-Phase. Kläre, welcher CSS aktuell mit deinem Merchant Center verbunden ist, welche Gebühren eine Alternative verlangt und wie der Wechsel betreut wird. Nutzt du bereits einen unabhängigen CSS, vergleiche dessen Kosten und Leistungen mit deinem tatsächlichen Bedarf.

Für deine Kalkulation zählen Werbeausgaben und CSS-Gebühren zusammen. So erkennst du, wie sich die Lösung auf die Kosten pro Bestellung auswirkt und welcher Spielraum für zusätzliches Wachstum entsteht.

Lege vor dem Start fest, wann du das Budget erhöhst

Mit einer vorbereiteten Produktauswahl kannst du im November schneller entscheiden. Lege für deine wichtigsten Angebote vorab fest, welche Werbekosten pro Bestellung tragbar sind, welcher Lagerbestand erforderlich ist und wann du eine Aktion begrenzt.

Verkauft sich ein Angebot profitabel und ist ausreichend Ware vorhanden, kannst du schrittweise mehr Budget einsetzen. Steigen die Ausgaben ohne entsprechende Bestellungen, prüfst du zuerst das konkrete Produkt und den Kaufprozess. Ist eine beliebte Nuance ausverkauft, passe die Bewerbung dieser Variante zeitnah an.

Beginne jetzt mit einer Produktlinie, die bereits Interesse erhält. Bringe ihre Varianten, Bilder und mobilen Produktseiten in Ordnung, kalkuliere ein passendes Angebot und teste die Ergebnisse. So gehst du mit eigenen Erkenntnissen in den November – und weisst, welche Produkte zusätzliches Budget verdienen.

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