Google Shopping für Schweizer Online-Apotheken: So machst du aus aktuellen Markttrends mehr Umsatz
Deine Shopping-Anzeigen bringen Klicks. Entscheidend ist, wie viele profitable Bestellungen daraus entstehen – und mit welchen konkreten Verbesserungen du mehr aus deinem Werbebudget herausholst.
Für Schweizer Online-Apotheken liefert der August 2026 interessante Anhaltspunkte: Die Impressionen von Shopping-Anzeigen gingen gegenüber dem Vorjahr um 14 % zurück, während die Klicks um 1 % zunahmen. Obwohl weniger Anzeigen eingeblendet wurden, blieb die Zahl der Klicks also stabil. Den grössten Anteil lieferten Smartphones, während die Klicks über Computer zulegten.
Die Marktzahlen in diesem Artikel stammen aus dem Google-Bericht «Pharmacy | Switzerland – Vertical Trends» für August 2026 auf Basis interner Google-Daten. Die saisonalen Auswertungen berücksichtigen die vergangenen vier Jahre.
So nutzt du diese Entwicklungen für deine Online-Apotheke.
Google Shopping Strategien für mehr Umsatz in Deine Inbox
Alle zwei Wochen: was sich bei Google Shopping ändert, was wir in den Konten unserer Kunden sehen und was daraus folgt.
Mach deine wichtigsten Produkte leichter erkennbar und vergleichbar
Weniger Impressionen bei stabilen Klickzahlen bedeuten, dass sich die durchschnittliche Klickrate verbessert hat. Ob daraus auch mehr Bestellungen entstanden sind, lässt sich daran noch nicht ablesen. Für deine Optimierung lohnt sich deshalb der Blick auf den gesamten Weg von der Anzeige bis zum Kauf.
Beginne mit den Produkten, die bereits Kundschaft anziehen. Ist in deinen Anzeigen sofort erkennbar, um welchen Artikel, welche Variante und welche Packungsgrösse es geht? Findet man auf der Produktseite genau das Angebot, das die Anzeige verspricht?
Prüfe bei den 20 Produkten mit den höchsten Werbeausgaben diese Punkte:
- Produkttitel: Nenne Marke, Produktname, relevante Variante und Packungsgrösse. Wichtige Unterscheidungsmerkmale gehören möglichst weit nach vorne.
- Bilder: Zeige den richtigen Artikel mit der passenden Verpackung. Unterschiedliche Grössen oder Ausführungen sollten nicht verwechselt werden können.
- Preis und Verfügbarkeit: Die Angaben im Produktfeed müssen mit der Produktseite übereinstimmen.
- Lieferinformationen: Mache deutlich, wann die Bestellung ankommt und welche Versandkosten anfallen.
«Marke X Handcreme, parfümfrei, 50 ml» hilft bei der Auswahl mehr als «Handcreme – tolles Angebot». Verwende konkrete Produkteigenschaften statt allgemeiner Werbeversprechen.
Unterscheide anschliessend zwischen zwei Fällen: Produkte mit vielen Einblendungen, aber wenigen Klicks, und Produkte mit vielen Klicks, aber wenigen Bestellungen. Im ersten Fall solltest du das Angebot und die Darstellung in der Anzeige prüfen. Im zweiten stehen Produktseite, Preis, Lieferbedingungen und Bestellprozess im Mittelpunkt.
Mach den Einkauf auf dem Smartphone einfach
78 % der Shopping-Klicks kamen im August über Smartphones. Das mobile Einkaufserlebnis ist damit ein sinnvoller Ausgangspunkt, wenn du aus deinen Besuchen mehr Bestellungen machen möchtest.
Öffne eines deiner häufig beworbenen Produkte auf deinem eigenen Smartphone und führe eine Testbestellung durch. Erkennst du sofort die Packungsgrösse und Verfügbarkeit? Sind die Lieferkosten klar? Lässt sich der Artikel problemlos in den Warenkorb legen? Wo wirst du auf dem Weg zur Zahlung aufgehalten?
Beginne mit Verbesserungen, die den Kaufabschluss unmittelbar erleichtern:
- Platziere Preis, Packungsgrösse und Kaufbutton gut sichtbar.
- Zeige die Versandkosten vor dem letzten Bestellschritt.
- Entferne unnötige Formularfelder und formuliere verständliche Fehlermeldungen.
- Prüfe, ob Cookie-Banner oder Pop-ups wichtige Bedienelemente verdecken.
- Teste die Zahlungsarten, die deine Kundschaft tatsächlich nutzt.
Beobachte nach jeder wesentlichen Änderung, wie viele mobile Besuche zu Bestellungen führen und wie häufig begonnene Bestellungen abgeschlossen werden. Ein einfacherer Bestellprozess kann den Traffic wertvoller machen, für den du bereits bezahlst.
Behalte Bestellungen über Computer im Blick
Die Klicks über Computer stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7 %, während mobile Klicks um 1 % zurückgingen. Rund ein Fünftel aller Shopping-Klicks entfiel auf Computer.
Dieser Anteil verdient eine eigene Auswertung. Vergleiche Smartphones und Computer anhand der Conversion-Rate, des durchschnittlichen Bestellwerts und der Werbekosten pro Bestellung. Wenn dir Margendaten vorliegen, beziehe auch die Profitabilität ein.
Bestellt deine Kundschaft am Computer beispielsweise grössere Warenkörbe, kann sich auch ein höherer Klickpreis rechnen. Kommen viele Klicks, aber kaum Käufe zustande, prüfe zuerst die Produktseiten und den Bestellprozess auf dem Computer.
Orientiere deine Entscheidungen an diesen Ergebnissen. Der Klickanteil eines Geräts im Gesamtmarkt liefert Kontext. Wie viel dir dieser Traffic wert ist, zeigen deine eigenen Bestellungen.
Viel Konkurrenz: Nutze einen CSS-Partner für mehr Gebotskraft
Deine Produkte konkurrieren in den Shopping-Ergebnissen mit zahlreichen anderen Angeboten. Die durchschnittliche Anzeigendichte lag im August bei 21,3. Diese Kennzahl beschreibt, wie viele Anzeigen im Durchschnitt bei einer Suche mit Anzeigenausspielung eingeblendet wurden. Trotz eines Rückgangs um 7 % gegenüber dem Vorjahr deutet sie weiterhin auf einen intensiven Wettbewerb um Sichtbarkeit hin.
Ein konkreter Ansatz ist die Wahl deines Comparison Shopping Service, kurz CSS. Die Schweiz nimmt am CSS-Programm teil. Du kannst deshalb einen unabhängigen CSS-Partner für die Schaltung geeigneter Shopping-Anzeigen nutzen. Google Shopping zieht eine Marge vom Händlergebot ab, bevor dieses in die Auktion eingeht. Bei einem unabhängigen CSS mit passendem Preismodell entfällt dieser Abzug. Dadurch kann bei gleichem eingestelltem Gebot mehr Gebotskraft in der Auktion ankommen. So funktioniert Werbung über CSS.
Prüfe, welcher CSS aktuell mit deinem Merchant-Center-Konto verbunden ist. Nutzt du Google Shopping, vergleiche die Gebühren, den Support und den Wechselprozess eines unabhängigen Partners. Nutzt du bereits einen externen CSS, lohnt sich ein Blick darauf, ob Preis und Leistung weiterhin zu deinem Shop passen.
Bewerte das Ergebnis anhand deiner Gesamtkosten und Verkäufe, einschliesslich der CSS-Gebühr. Der Gebotsvorteil soll dir helfen, mit deinem Shopping-Budget mehr profitable Bestellungen zu erzielen.
Bereite dich frühzeitig auf den Januar vor
Die saisonale Auswertung der vergangenen vier Jahre zeigt: Die meisten Shopping-Klicks in der Kategorie Apotheke gab es im Januar. Die höchsten Klickpreise wurden dagegen im August verzeichnet. Der klickstärkste Monat war also ein anderer als der Monat mit den teuersten Klicks.
Für deine Planung bedeutet das: Bereite deine wichtigsten Produkte rechtzeitig auf die historische Nachfragespitze im Januar vor.
Schau dir deine eigenen Ergebnisse aus dem vergangenen Januar an. Welche Kategorien und Artikel wurden besonders häufig gekauft? Prüfe Lagerbestände, Lieferkapazitäten, Produktdaten und Landingpages so früh, dass du Schwachstellen vor einer Budgeterhöhung beheben kannst.
Erstelle eine kurze Prioritätenliste mit Produkten, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Zuverlässige Verfügbarkeit.
- Eine gute Marge nach Werbe- und Abwicklungskosten.
- Gute bisherige Ergebnisse bei der Umwandlung von Besuchen in Käufe.
- Wettbewerbsfähige Preise und Lieferbedingungen.
Halte für diese Produkte Budget bereit. Erhöhe die Ausgaben, sobald die tatsächliche Nachfrage und profitable Verkäufe dafür sprechen. Die saisonalen Muster helfen dir bei der Vorbereitung; wie sich einzelne Kategorien entwickeln, prüfst du anhand deiner eigenen Zahlen.
Diese fünf Verbesserungen kannst du diese Woche angehen
Du musst dein Werbekonto nicht komplett neu aufbauen, um die Erkenntnisse zu nutzen.
- 1Prüfe deine 20 Produkte mit den höchsten Werbeausgaben. Suche nach unklaren Titeln, schwachen Bildern, Abweichungen im Produktfeed und Artikeln, die Klicks, aber kaum Verkäufe erzielen.
- 2Führe eine Testbestellung auf dem Smartphone durch. Beseitige das auffälligste Hindernis zwischen Produktseite und Zahlung.
- 3Vergleiche die Ergebnisse auf Smartphones und Computern. Betrachte Bestellungen, Warenkorbwerte und Werbekosten gemeinsam.
- 4Prüfe deinen CSS. Vergleiche Kosten und Leistungen deiner aktuellen Lösung mit einem unabhängigen Partner.
- 5Bereite deine wichtigsten Januar-Produkte vor. Kläre Verfügbarkeit, Marge und Qualität der Produktseiten, bevor du die Budgets erhöhst.
Beginne dort, wo deine eigenen Zahlen das grösste Potenzial zeigen. Verständliche Produktinformationen, ein einfacher Bestellprozess und mehr Gebotskraft geben dir konkrete Möglichkeiten, aus deinem bestehenden Shopping-Traffic mehr profitable Verkäufe zu machen.
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