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Insights

Google verändert die Customer Journey: die neuen AI- und Bidding-Hebel

Die Customer Journey ist keine Linie mehr — sie ist eine conversationelle Recherche-Schleife. Google hat drei neue Automatisierungs- und Bidding-Tools angekündigt, die Intent an jedem Schritt abgreifen. Für Schweizer Onlineshops kommt eine Besonderheit dazu: Wer in die EU verkauft, muss Feeds, Preise und Versandangaben pro Zielmarkt sauber führen – und tritt dort gegen EU-Händler an.

Wie Konsumenten suchen, ändert sich rasant. Sie wechseln zwischen AI Overviews, Gemini, klassischer Suche, YouTube und deinem Shop, bevor sie kaufen — und erwarten, dass jede Oberfläche zusammenpasst.

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Bei csspartner.io tracken wir diese Bewegungen, damit deine CSS-getriebene Shopping-Strategie vorn bleibt. Unten: die drei Google-Ads-Updates, die jetzt zählen — AI Max for Shopping, Product Value Adjustments und New Prospects — und wie du sie konkret einsetzt.

1. AI Max for Shopping: Standard Shopping fit für die nächste Such-Ära

AI Max for Shopping ist in einer geschlossenen Beta und macht klassische Retail-Strategien fit für die nächste Generation der Suche. Deine Produktlisten erscheinen nativ in AI Overviews und AI Mode, sobald diese Oberflächen in den CSS-Programm-Ländern ausrollen.

Die ersten Daten sind klar: Advertiser, die AI Max for Shopping aktivieren, sehen im Schnitt +5% mehr Conversions oder Conversion Value bei ähnlichem CPA/ROAS.

Es bündelt zwei Opt-in-Settings. Text Customization schreibt Ad-Texte und Produkttitel dynamisch um, um zu Long-Tail- und conversationellen Anfragen in AI Overviews und AI Mode zu passen — und hebt gleichzeitig die Relevanz auf klassischen Shopping-Plätzen. Final URL Expansion schaltet feed-getriebene Text-Anzeigen und dynamische Landing Pages frei — Kategorie-Seiten, Filter-Views — und vergrössert deine Coverage auf tiefen Research-Anfragen drastisch.

Die Sicht von csspartner.io: AI Max for Shopping ist für Standard-Shopping-Werbetreibende gebaut, die ohne Kontrollverlust in KI-Formate gehen wollen. Für übergreifende Cross-Channel-Performance bleibt Performance Max Googles primäre Empfehlung. Beta testen? Frag deinen Google-Kontakt nach Zugang.

2. Product Value Adjustments: Echtzeit-Steuerung ohne Restrukturierung

Eine der grössten Hürden im Shopping ist, dass man Kampagnenstrukturen umbauen muss, sobald sich das Business ändert. Product Value Adjustments (PVA) lösen das.

Mit PVA steuerst du Smart Bidding aggressiver oder defensiver auf bestimmten Inventar-Slices — ohne dein Kampagnen-Setup anzufassen. Du legst Wert-Multiplikatoren direkt im Merchant Center oder in Google Ads an, um auf echte Business-Outcomes zu optimieren.

01. Strategisches Inventory-Management. „Jacken laufen schleppend und die neue Saison kommt — ich will sie über mehrere Kampagnen pushen, bevor frische Ware ankommt." Der Fix: Sell-through bei Überbestand sicher beschleunigen. Globaler Rollout später in diesem Jahr.

02. Promo & saisonale Abstimmung. „Ende August, Back-to-School-Suchen explodieren — ich will Elektronik und Schulbedarf jetzt hochfahren, ohne neue Kampagne." Der Fix: Bidding-Gewicht in Echtzeit an saisonale Spitzen anpassen.

03. Profitabilität priorisieren. „Zwei ähnliche Produkte, aber meine Eigenmarke hat eine deutlich höhere Marge — biete aggressiver darauf." Der Fix: auf echte Profitabilität optimieren, nicht auf rohen Umsatz.

04. High-Performer pushen. „Unsere Shop-Daten zeigen einen Bestseller, den Google Ads noch nicht erkannt hat — ich will nachschieben." Der Fix: First-Party-Signale aus Multi-Channel einspielen, damit der Algorithmus versteckte Bestseller erkennt.

Umsetzung in Schweizer Google-Ads-Konten

Schweizer Konten arbeiten oft mit mehreren Sprachregionen in einem Setup. Sinnvoll ist eine Trennung nach Sprache und Zielmarkt, damit Gebote und Budgets nicht zwischen Regionen verwischen und die Auswertung eindeutig bleibt.

Bei kleineren Datenmengen im Heimatmarkt sind längere Beobachtungsfenster wichtiger als schnelle Eingriffe – und wer in die EU ausspielt, bewertet diese Kampagnen getrennt, weil dort andere Klickpreise und Wettbewerber gelten.

3. Smartere Akquise: New-Prospects-Modus & Loyalty Annotations

Wirklich neue Käufer zu finden wird härter. Google rollt deshalb zwei Updates aus, die Targeting auf Neukunden und High-Value-Käufer schärfen.

Der kommende New-Prospects-Modus geht über das klassische New-Customer-Acquisition-Bidding hinaus und konzentriert sich vollständig auf marken-unbekannte Nutzer. Automatisierte Ausschlüsse filtern alle raus, die bereits gekauft haben (über Customer Match und Tags), nach deiner Marke gesucht, deinen Shop oder deine App besucht oder mit deinen Ads oder Inhalten über Google und YouTube interagiert haben. Ergebnis: 100% des Budgets fliessen in kalten, inkrementellen Traffic.

Loyalty Annotations expandieren global — Member-Preise und Versand-Benefits in organischen und bezahlten Listings. Sechs europäische Märkte haben es bereits; der Rollout läuft weiter über US, CA, AU, GB, DE, FR, ES, IT, NL und mehr. Für ungezielte Zielgruppen zeigt Google ein Dual-Price-Format mit Standardpreis und Member-Preis nebeneinander — ein direkter Anreiz, dem Loyalty-Programm beizutreten.

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