White Label CSS: dein eigener CSS-Name für Österreich und Deutschland
Bei einem White Label CSS steht unter der Shopping-Anzeige dein Name statt der eines Anbieters. Ein Infrastruktur-Partner betreibt Preisvergleichsseite, CSS Center und Migration im Hintergrund.
Ohne eigenes CSS liefert ein Comparison Shopping Service deine Shopping-Anzeigen aus, und dessen Name erscheint darunter. Mit White Label CSS trägt dieser Platz deine Marke, während die Technik dahinter ein Partner betreibt.

Ein CSS übermittelt deine Produktdaten an Google, ein White Label CSS trägt deinen Namen
Ein Comparison Shopping Service (CSS) reicht deine Produktdaten für Google-Shopping-Anzeigen ein. Unter der Anzeige steht dann sein Name statt „Von Google“.
Bei einem White Label CSS steht dort dein eigener Name. Ein Dienstleister stellt Preisvergleichsseite, Domain, CSS Center, Antrag und Migration bereit; das Markendesign bleibt bei dir.
Dein Markenname erscheint bei jeder Auslieferung deiner Shopping-Anzeigen
Zeigt Google deine Shopping-Anzeige, erscheint darunter der Name deines CSS. Mit einem eigenen Namen dort statt eines fremden Anbieters entsteht bei jeder Einblendung ein zusätzlicher Markenkontakt.
Der Klick auf diesen Namen führt zu deiner eigenen Vergleichsseite und ist für dich kostenlos, statt zu einer fremden Seite mit Angeboten deiner Wettbewerber.
Du verwaltest mehrere Merchant Center zentral über ein eigenes CSS Center
Ein eigenes CSS Center bündelt Merchant Center, Shops, Märkte und Zugriffsrechte an einer Stelle, statt sie über einen fremden CSS-Anbieter zu verwalten.
Bestehende Google-Ads-Kampagnen, Gebote und Feeds laufen dabei unverändert weiter. Das CSS ergänzt nur die Struktur zwischen Merchant Center und Google Shopping.
Für Onlineshops und Marken
Deine Marke wird in den Shopping-Anzeigen sichtbar, und du lenkst den kostenlosen CSS-Traffic auf deine eigene Vergleichsseite statt auf eine fremde.
Verwaltest du mehrere Shops oder Merchant Center, läuft das zentral über ein CSS Center statt verteilt über mehrere Anbieter.
Für Agenturen
Dein Agenturname erscheint in den Shopping-Anzeigen deiner Kunden. Kampagnenmanagement, CSS-Anbindung und Support laufen aus einer Hand, was einen Wechsel zu einem anderen Anbieter für zufriedene Kunden unattraktiv macht.
White Label CSS bei uns kostet 99 € im Monat pro Agentur zzgl. einmalig 499 €. Bei jährlicher Zahlung zahlst du zehn statt zwölf Monatsraten; Zulassung, Preisvergleichsseite und Google-Vorgaben übernehmen wir, Kundenbeziehung und Kundenpreis liegen bei dir.
So läuft die Einrichtung eines White Label CSS ab
Der Aufbau folgt klaren Schritten, von der Zieldefinition bis zum laufenden Betrieb:
- 1. Ziele festlegen: Marken, Shops, Domains und Merchant Center für die Verwaltung im CSS bestimmen, Zielmärkte und Sprachen definieren.
- 2. CSS-Website aufbauen: Preisvergleichsseite mit Produktübersichten, Suchfunktion sowie Händler- und Preisangaben im eigenen Design.
- 3. Google-Anforderungen umsetzen: Die Plattform muss einen echten, funktionierenden Preisvergleich bieten.
- 4. CSS-Antrag stellen: Teilnahme am Google-CSS-Programm beantragen; bei der Prüfung können Nachweise oder Anpassungen anfallen.
- 5. CSS Center konfigurieren: Nach der Freigabe Merchant Center, Nutzer und Einstellungen einrichten.
- 6. Merchant Center migrieren: Bestehende Konten dem neuen CSS zuordnen; Kampagnen, Feeds und Leistungsdaten bleiben erhalten.
- 7. Betrieb überwachen: Plattform, Feeds, Produktdaten und Richtlinien laufend prüfen.
Bei unserem White Label CSS übernehmen wir Antrag, Migration, Hosting und laufenden Betrieb; du definierst Preismodell, Kundenkommunikation und Onboarding.
Bestehende Google-Ads-Kampagnen bleiben beim CSS-Wechsel bestehen
Google-Ads-Konten, Kampagnen, Gebotsstrategien, Budgets und Daten bleiben beim CSS-Wechsel erhalten. Es ändert sich nur, welches CSS deine Anzeigen ausliefert.
Nach dem Wechsel lohnt sich ein Blick auf CSS-Zuordnung, Merchant-Center-Status, Produktfreigaben und Conversion-Tracking, damit die Migration sauber verläuft.
Eine White-Label-Plattform muss technische und rechtliche Vorgaben erfüllen
Technisch zählen dazu verschlüsselte Verbindungen, stabile Feed-Verarbeitung, automatische Produktaktualisierungen und ausreichende Kapazität für große Produktmengen.
Rechtlich betrifft das je nach Zielland unter anderem Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Management, Preisangaben und Marken- oder Wettbewerbsrecht. Die Google-Prüfung ersetzt keine Rechtsberatung.
White Label CSS für den österreichischen Markt
Agenturen und Marken in Österreich brauchen eine Struktur, die AT und DE gleichzeitig abdeckt, weil fast jeder wachsende Shop früher oder später in den Nachbarmarkt ausspielt. Ein White Label CSS liefert diese Struktur einmal – statt pro Kunde und Land neu.
Sichtbar bleibt dabei deine Marke, nicht unsere. Betrieb, Migration und Betreuung laufen im Hintergrund über uns.
Deine Kunden sparen 20 % CPC oder bieten mit 25 % mehr Bietkraft
Ohne eigenen CSS behält Google Shopping einen Aufschlag auf jeden Klick ein. Von einem Euro Gebot kommen so 80 Cent in der Auktion an.
Über dein White Label CSS geht der volle Euro in die Auktion. Für dieselbe Position sparen deine Kunden 20 % CPC, bei gleichem Budget bieten sie mit 25 % mehr Bietkraft.
Der Onlineshop shop4runners spart nach dem Wechsel auf unseren CSS rund 20 % CPC.
| Ohne eigenen CSS | Mit White Label CSS | |
|---|---|---|
| Gebot von 1,00 € | 80 Cent in der Auktion | 1,00 € in der Auktion |
| Gleiche Position | Voller Klickpreis | 20 % CPC-Ersparnis |
| Gleiches Budget | Ausgangswert | 25 % mehr Bietkraft |
| Name unter der Anzeige | Von Google | Deine Agentur |
Du legst selbst fest, was deine Kunden für den CSS-Zugang zahlen
Wir berechnen dir 99 € im Monat pro Agentur und einmalig 499 € für die Einrichtung. Bei jährlicher Zahlung zahlst du zehn Monatspreise.
Welchen Preis du deinen Kunden nennst und ob du den Zugang in deine Betreuungspauschale einrechnest, entscheidest du. Die Gebühr zahlst du einmal für deine Agentur, jeder Kunde mit CSS-Zugang erhöht deine Marge.
Kundenbeziehung, Kampagnen und Marge bleiben bei dir
Die Kundenbeziehung und die Marge gehören dir. Kampagnen, Gebotsstrategien und Conversion-Daten deiner Kunden laufen beim Wechsel unverändert weiter.
White Label CSS aus österreichischer Sicht
Agenturen in Österreich betreuen häufig Kunden auf beiden Seiten der Grenze: Shops mit Fokus Österreich und Shops, die von Österreich aus nach Deutschland verkaufen. Ein White Label CSS bündelt beides in einer Struktur, statt für jeden Kunden und jeden Markt eine eigene Lösung zu bauen.
Für Marken mit Sitz in Österreich zählt vor allem die Kontrolle: eine CSS-Struktur für AT, DE und die übrigen EU-Märkte, in der Händler, Distributoren und eigene Shops nicht gegeneinander bieten, sondern nach klaren Regeln.
White Label CSS kostet dich 99 € im Monat pro Agentur zzgl. einmalig 499 €
Der Aufbau eines eigenen CSS umfasst Softwareentwicklung, Preisvergleichsseite, Händlerprozesse und Programmteilnahme. Mit White Label führst du das Angebot schneller ein und definierst nur Preismodell, Kundenkommunikation und Onboarding.
Bei jährlicher Zahlung zahlst du zehn statt zwölf Monatsraten. Zulassung, Preisvergleichsseite und Google-Vorgaben übernehmen wir; Kundenbeziehung und Kundenpreis liegen bei dir.
Ein eigenes CSS aufzubauen lohnt sich erst ab mehreren hundert Shopping-Kunden
Google verlangt für das CSS-Programm ein registriertes Unternehmen im Zielland und eine funktionierende Preisvergleichswebsite mit Händlersuche, die Google regelmäßig überprüft.
Dazu kommen eine stabile Produktdaten-Infrastruktur, Merchant-Center-Anbindung, Datenschutz- und Vertragsprozesse sowie laufende Anpassungen an Google-Vorgaben.
Für die meisten Agenturen ist White Label der schnellere Weg mit geringem Risiko: Du konzentrierst dich auf Kunden gewinnen und Kampagnen optimieren, während der Partner die Infrastruktur betreibt.
Du baust aus dem CSS ein vollständiges Shopping-Paket
Kombinierst du White Label CSS mit weiteren Leistungen, entsteht ein zusammenhängendes Angebot:
| Leistungsbaustein | Inhalt |
|---|---|
| Shopping Infrastructure | CSS-Zuordnung, Merchant-Center-Einrichtung und technische Überwachung |
| Feed Performance | Optimieren von Produkttiteln, Kategorien, Attributen, Bildern und Ausschlüssen |
| Campaign Management | Steuerung von Shopping- und Performance-Max-Kampagnen |
| Commerce Analytics | Auswerten von Produktmargen, Preispositionen, Verfügbarkeit und Kampagnenleistung |
| Merchant Support | Hilfe bei Richtlinienproblemen, Produktablehnungen und Kontosperrungen |
1. Definiere zuerst, was du deinen Kunden anbietest
Bei einem White Label CSS stellt ein Anbieter die vereinbarte technische Infrastruktur bereit, während du das Angebot unter deiner Marke vermarktest. Welche Aufgaben der Partner übernimmt, hängt vom Vertrag ab: Preisvergleichsportal, Einrichtung, Hosting, Händleranbindung, Support und Reporting können unterschiedlich verteilt sein.
Lege deshalb vor der Anbietersuche fest, wie CSS in dein Geschäftsmodell passt.
| Angebotsmodell | Leistung für den Kunden | Abrechnung |
|---|---|---|
| Eigenständiger CSS-Service | CSS-Anbindung und vereinbarter Basissupport | Monatliche Gebühr |
| Bestandteil der Ads-Betreuung | CSS zusätzlich zum Kampagnenmanagement | Im Retainer enthalten oder separat |
| Shopping-Servicepaket | CSS, Feed-Betreuung und regelmäßige Optimierung | Monatlicher Paketpreis |
Die Entscheidung beeinflusst deinen Aufwand. Wer ausschließlich eine CSS-Anbindung verkauft, sollte festlegen, ob die Behebung von Produktfehlern dazugehört. Sonst wird aus einer kleinen Monatsgebühr schnell eine umfangreiche Betreuung.
2. Prüfe den Partner anhand deines Betriebsmodells
Ein niedriger Einkaufspreis hilft wenig, wenn jede Kundenanbindung mehrere Abstimmungen braucht. Lass dir vor Vertragsabschluss zeigen, wie ein neuer Kunde aufgenommen wird, wie du den Status prüfst und wie ein Problem eskaliert wird.
Kläre insbesondere:
- Marke und Domain: Welche eigene Domain und welcher CSS-Anzeigename werden eingerichtet? Wo erscheint weiterhin der technische Anbieter?
- Leistungsumfang: Wer betreibt das Portal, aktualisiert Produktdaten und betreut technische Störungen?
- Kundenverwaltung: Arbeitest du im CSS Center oder über den Support?
- Kosten: Wird pro Händlerkonto, MCA, Shop oder Domain abgerechnet? Gibt es Mindestmengen und Zusatzkosten?
- Support: Wer ist erreichbar, wie schnell wird reagiert und wer kommuniziert mit Google?
- Ausstieg: Was passiert mit Domain, Daten und Händleranbindungen bei Vertragsende?
Lass dir die Abrechnung an deinem tatsächlichen Kundenbestand vorrechnen. Zehn Shops mit jeweils einem Konto können anders behandelt werden als ein Händler mit mehreren Unterkonten.
3. Richte die eigene CSS-Marke ein
Bereite ein vollständiges Einrichtungspaket vor: gewünschter Name, Domain, Logo, Unternehmensdaten, Ansprechpartner, Supportadresse und geplante Zielländer. Stimme mit dem Anbieter ab, welche DNS-Einträge nötig sind und wer sie setzt.
Eine eigene Domain sollte möglichst in einem von deiner Agentur kontrollierten Domainkonto liegen. Für Support und Systemmeldungen empfiehlt sich eine zentrale Adresse wie css@deine-agentur.de, deren Eingang mehrere zuständige Personen bearbeiten können.
Zum Setup gehört ein funktionsfähiges Preisvergleichsportal. Google verlangt unter anderem Produktsuche, Vergleichsmöglichkeiten und Sortier- beziehungsweise Filterfunktionen. Für jedes Teilnahmeland müssen Angebote von mindestens 50 verschiedenen Händlerdomains vorhanden sein, deren Händler in dieses Land liefern. Das bedeutet nicht, dass deine Agentur bereits 50 zahlende CSS-Kunden benötigt. Entscheidend sind die auf dem Portal verfügbaren Händlerangebote. Kläre mit dem Partner, wie er diese Anforderungen dauerhaft erfüllt. Google: Anforderungen an Preisvergleichsportale
Trenne die technische Fertigstellung von der Google-Freischaltung. Eine erreichbare Website allein bedeutet noch nicht, dass du Kunden darüber betreuen kannst.
Für eine neue CSS-Einrichtung beschreibt Google einen Registrierungsprozess mit einem neuen Merchant-Center-Konto, Domainverifizierung und anschließender Anmeldung zur Umwandlung in ein CSS-Mehrfachkundenkonto. Bei White Label solltest du vorher festlegen, welche Schritte dein Anbieter übernimmt und welche Angaben oder Freigaben er von dir benötigt. Erstelle zusätzliche Konten erst nach dieser Abstimmung. Google: Erste Schritte als CSS
4. Lege Kontostruktur und Zugriffsrechte fest
Drei Systeme haben unterschiedliche Aufgaben:
| System | Aufgabe |
|---|---|
| CSS Center | CSS-Domains und zugeordnete Händler verwalten |
| Merchant Center | Produktdaten und deren Verarbeitungsstatus verwalten |
| Google Ads | Kampagnen, Budgets und Gebote steuern |
Eine CSS-Gruppe kann mehrere CSS-Domains umfassen. Einer CSS-Domain lassen sich wiederum mehrere Händlerkonten zuordnen. Neben dem primären CSS-Mehrfachkundenkonto sind auch eigenständige Händlerkonten und weitere MCA-Strukturen möglich. Nicht jeder Kunde muss deshalb in ein neu angelegtes Agentur-Unterkonto umziehen. Google: Kontotypen im CSS Center
Vereinbare für jeden Kunden die gewünschte Struktur vor dem Wechsel. Besonders bei bestehenden Mehrfachkundenkonten sollte klar sein, ob nur die CSS-Zuordnung oder auch die Kontohierarchie verändert werden soll.
Empfehlenswert ist, dass der Kunde einen eigenen administrativen Zugang behält. Vergib persönliche Nutzerzugänge statt geteilter Passwörter und dokumentiere, wer welche Aufgaben übernimmt. Die Freigabe eines CSS-Wechsels und zusätzliche Zugriffe für Feedpflege oder Kampagnenmanagement sind getrennt zu behandeln.
5. Standardisiere das Kunden-Onboarding
Erstelle ein kurzes Formular, das dein Team bei jeder Anbindung verwendet. Es sollte mindestens folgende Angaben enthalten:
- Shopname, Domain und Ansprechpartner
- Merchant-Center-ID und bisheriger CSS
- Bestehende MCA-Zugehörigkeit
- Zuständiger Merchant-Center-Administrator
- Zielländer und genutzte Ausspielungsflächen
- Produktdatenquelle und technischer Ansprechpartner
- Gewünschter Starttermin und gebuchter Leistungsumfang
Prüfe vor allem internationale Konten genauer. Der neue CSS muss die benötigten Ausspielungen unterstützen, etwa außerhalb der allgemeinen Google-Suche und außerhalb der CSS-Programmländer. Auch kostenlose Produkteinträge gehören in diese Prüfung. Google: Zusammenarbeit mit Preisvergleichsportalen
Halte vor dem Wechsel den Zustand des Kontos fest: aktive Produkte, vorhandene Ablehnungen, Feedprobleme und aktuelle Kampagnenentwicklung. So kann dein Team später erkennen, welche Auffälligkeiten bereits vorher bestanden.
6. Führe den CSS-Wechsel kontrolliert durch
Wenn das vorhandene Merchant Center weiterverwendet werden soll, läuft der Wechsel grundsätzlich so ab:
- Der Händler bestätigt, dass er mit dem neuen CSS zusammenarbeiten möchte.
- Ein Administrator des neuen CSS startet die Wechselanfrage mit der Merchant-Center-ID.
- Ein Administrator des Händlerkontos genehmigt die Anfrage im Merchant Center.
- Nach der vorgesehenen Übergangsfrist wird die neue Zuordnung wirksam.
Google nennt eine Übergangsfrist von bis zu 14 Tagen nach der Genehmigung. Der bisherige CSS kann diese verkürzen oder darauf verzichten. Plane den Starttermin deshalb anhand des tatsächlichen Wechselstatus. Im CSS Center lässt sich der Vorgang über die Wechselhistorie verfolgen. Google: Händlerkonten zwischen CSS wechseln
Das Google-Ads-Konto muss für einen CSS-Wechsel nicht übertragen werden. Maßgeblich ist die Zuordnung des Merchant Centers. Ein Merchant-Center-Konto kann jeweils einem CSS zugeordnet sein. Google: Zusammenarbeit mit Preisvergleichsportalen
Vermeide es, gleichzeitig den Feed umzubauen und die Gebotsstrategie zu ändern. Ein klar abgegrenzter Wechsel erleichtert die Kontrolle und die Fehlersuche.
7. Schließe jede Anbindung mit einer Abnahme ab
Eine bestätigte Wechselanfrage ist noch kein abgeschlossener Kundenauftrag. Prüfe nach dem wirksamen Wechsel, ob:
- die vorgesehene CSS-Zuordnung besteht,
- Produktdaten weiterhin aktualisiert werden,
- die benötigten Produkte freigegeben sind,
- Kampagnen weiterhin ausgeliefert werden,
- Länder und Ausspielungsflächen wie vorgesehen funktionieren,
- Kunde und Agentur die vereinbarten Zugriffe haben.
Informiere den Kunden anschließend kurz über Abschluss, Prüfergebnis und Ansprechpartner. Dokumentiere offene Punkte mit Verantwortlichem und Termin.
Versprich dabei keine pauschale Verbesserung der Kampagnenergebnisse. Beurteile die Entwicklung anhand vergleichbarer Zeiträume und berücksichtige Budgetänderungen, Aktionen, Sortiment und Saisonalität.
8. Verwalte Kunden mit einer gemeinsamen Übersicht
Für den Einstieg reicht eine gepflegte Tabelle oder ein CRM. Entscheidend ist, dass Kundenstatus, technische Zuordnung und Abrechnung zusammenpassen.
Führe pro Kunde Merchant-Center-ID, CSS-Domain, Ansprechpartner, zuständigen Account Manager, Wechselstatus, Aktivierungsdatum, Einkaufspreis, Verkaufspreis und nächsten Prüftermin.
Bewährt hat sich ein einheitlicher Statusablauf:
Ergänze für offene Vorgänge immer die nächste konkrete Aktion. „Freigabe fehlt – Account Manager erinnert Kunden am Donnerstag“ ist hilfreicher als ein allgemeiner Status „in Bearbeitung“.
Plane eine wöchentliche Kontrolle offener Anbindungen und technischer Probleme. Gleiche monatlich die aktiven Konten mit Lieferanten- und Kundenabrechnung ab. So fallen vergessene Kündigungen und noch nicht berechnete Aktivierungen früh auf.
9. Kalkuliere mit Betreuungsaufwand
Die Differenz zwischen Einkauf und Verkauf ist noch nicht dein Gewinn. Berücksichtige Einrichtung, Rückfragen, Rechnungsstellung und technische Unterstützung.
Ein vereinfachtes Rechenbeispiel mit frei gewählten Nettobeträgen: Du berechnest 49 Euro monatlich und zahlst dem Partner 19 Euro pro Kundenkonto. Bei 20 Konten bleiben zunächst 600 Euro monatlich. Benötigt jedes Konto durchschnittlich 15 Minuten Betreuung, entstehen fünf Arbeitsstunden. Bei intern angesetzten 60 Euro je Stunde bleiben 300 Euro vor weiteren Kosten.
Definiere deshalb, welche Unterstützung enthalten ist und wann zusätzliche Leistungen berechnet werden. Ein wirtschaftlich tragfähiger Service braucht einen klaren Leistungsumfang.
Was das für österreichische Onlineshops bedeutet
Österreich und Deutschland teilen die Sprache: Dieselben Produktdaten und oft dieselben Suchbegriffe bedienen beide Märkte. Über ein CSS gilt der Vorteil auf den Klickpreis in beiden gleichzeitig, ohne dass du dein Budget anhebst.
In der Praxis heisst das für Händler in Österreich: erst das Setup für den Heimatmarkt saubermachen, dann Deutschland als Zielmarkt anhängen. Beides läuft über dasselbe Merchant Center und dasselbe CSS, ohne dass du pro Land eine neue Struktur aufbauen musst.
10. Plane auch den Kundenabgang
Lege bereits beim Onboarding fest, wie eine Kündigung bearbeitet wird. Dokumentiere Vertragsende, gewünschten Ziel-CSS, Ansprechpartner und den Zeitpunkt, an dem zusätzliche Agenturzugriffe entfernt werden.
Ein CSS-Service lässt sich beenden, ohne das Merchant Center zu löschen. Google beschreibt sowohl Wechsel zu anderen CSS als auch eine Rückführung zu Google Shopping nach Zustimmung eines Merchant-Center-Administrators. Google: Händlerkonten zwischen CSS wechseln
Beginne mit wenigen Pilotkunden und dokumentiere jeden Arbeitsschritt. Sobald Einrichtung, Freigaben, Abnahme und Abrechnung zuverlässig funktionieren, kannst du weitere Kunden nach demselben Ablauf anbinden. So wird dein White Label CSS zu einem planbaren Agenturangebot, das sich mit überschaubarem Aufwand betreuen und ausbauen lässt.
Vor der Anbieterauswahl klärst du Zugriffsrechte und Kündigungsbedingungen
Wichtige Fragen vorab: Welche Daten verarbeitet der Plattformbetreiber, wer erhält Zugriff auf Merchant Center und andere Konten, und ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig?
Kläre außerdem Erfahrung mit dem CSS-Programm, unterstützte Länder und Sprachen, Kosten, Support und was nach einer Kündigung mit Domain, Daten und CSS-Zugängen passiert.

