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Insights

Google verändert die Customer Journey: die neuen AI- und Bidding-Hebel

Die Customer Journey entwickelt sich zu einem dialogorientierten Rechercheprozess. Google hat drei neue Automatisierungs- und Bidding-Tools angekündigt, die Absichten in jeder Phase erfassen.

Wie Konsumenten suchen, ändert sich schnell. Sie wechseln zwischen AI Overviews, Gemini, klassischer Suche, YouTube und deinem Shop, bevor sie kaufen – und erwarten, dass jede Plattform konsistent ist.

Bei csspartner.io beobachten wir diese Entwicklungen, damit deine CSS-gestützte Shopping-Strategie aktuell bleibt. Unten: die drei Google-Ads-Updates, die jetzt wichtig sind – AI Max for Shopping, Product Value Adjustments und New Prospects – und wie du sie konkret anwendest.

1. AI Max for Shopping: Standard Shopping fit für die nächste Such-Ära

AI Max for Shopping ist in einer geschlossenen Beta und macht klassische Retail-Strategien fit für die nächste Generation der Suche. Deine Produktlisten erscheinen nativ in AI Overviews und AI Mode, sobald diese Oberflächen in den CSS-Programm-Ländern ausrollen.

Es bündelt zwei Opt-in-Settings. Text Customization schreibt Ad-Texte und Produkttitel dynamisch um, um zu Long-Tail- und conversationellen Anfragen in AI Overviews und AI Mode zu passen — und hebt gleichzeitig die Relevanz auf klassischen Shopping-Plätzen. Final URL Expansion schaltet feed-getriebene Text-Anzeigen und dynamische Landing Pages frei — Kategorie-Seiten, Filter-Views — und vergrößert deine Coverage auf tiefen Research-Anfragen drastisch.

Die Sicht von csspartner.io: AI Max for Shopping ist für Standard-Shopping-Werbetreibende gebaut, die ohne Kontrollverlust in KI-Formate gehen wollen. Für übergreifende Cross-Channel-Performance bleibt Performance Max Googles primäre Empfehlung. Beta testen? Frag deinen Google-Kontakt nach Zugang.

2. Product Value Adjustments: Echtzeit-Steuerung ohne Restrukturierung

Eine der größten Hürden im Shopping ist, dass man Kampagnenstrukturen umbauen muss, sobald sich das Business ändert. Product Value Adjustments (PVA) lösen das.

Mit PVA steuerst du Smart Bidding aggressiver oder defensiver auf bestimmten Inventar-Slices — ohne dein Kampagnen-Setup anzufassen. Du legst Wert-Multiplikatoren direkt im Merchant Center oder in Google Ads an, um auf echte Business-Outcomes zu optimieren.

01. Strategisches Inventory-Management. „Jacken laufen schleppend und die neue Saison kommt — ich will sie über mehrere Kampagnen pushen, bevor frische Ware ankommt." Der Fix: Sell-through bei Überbestand sicher beschleunigen. Globaler Rollout später in diesem Jahr.

02. Promo & saisonale Abstimmung. „Ende August, Back-to-School-Suchen explodieren — ich will Elektronik und Schulbedarf jetzt hochfahren, ohne neue Kampagne." Der Fix: Bidding-Gewicht in Echtzeit an saisonale Spitzen anpassen.

03. Profitabilität priorisieren. „Zwei ähnliche Produkte, aber meine Eigenmarke hat eine deutlich höhere Marge — biete aggressiver darauf." Der Fix: auf echte Profitabilität optimieren, nicht auf rohen Umsatz.

04. High-Performer pushen. „Unsere Shop-Daten zeigen einen Bestseller, den Google Ads noch nicht erkannt hat — ich will nachschieben." Der Fix: First-Party-Signale aus Multi-Channel einspielen, damit der Algorithmus versteckte Bestseller erkennt.

Loyalty Annotations: Der Zielmarkt zählt, nicht der Firmensitz

Bei den Loyalty Annotations nennt der Beitrag Märkte, in die Google den Rollout ausweitet, darunter Deutschland. Österreich steht dort nicht namentlich. Für dich zählt das Land, in dem deine Anzeige läuft, denn Werbung wird je Zielland ausgespielt und nicht nach Firmensitz. Lieferst du aus Österreich nach Deutschland, gilt für deine Anzeigen dort also der deutsche Stand des Rollouts.

Für Österreich prüfst du die Verfügbarkeit direkt in deinem Konto. Bereite die Daten trotzdem für beide Länder vor: Member-Preise sind Preisangaben und stehen wie alle Preise je Zielland im Feed. In der EU enthalten sie die Mehrwertsteuer des Ziellands. Ein Member-Preis für Deutschland ist also nicht einfach der österreichische Wert, auch wenn beide Länder in Euro rechnen.

3. Smartere Akquise: New-Prospects-Modus & Loyalty Annotations

Wirklich neue Käufer zu finden wird härter. Google rollt deshalb zwei Updates aus, die Targeting auf Neukunden und High-Value-Käufer schärfen.

Der kommende New-Prospects-Modus geht über das klassische New-Customer-Acquisition-Bidding hinaus und konzentriert sich vollständig auf marken-unbekannte Nutzer. Automatisierte Ausschlüsse filtern alle raus, die bereits gekauft haben (über Customer Match und Tags), nach deiner Marke gesucht, deinen Shop oder deine App besucht oder mit deinen Ads oder Inhalten über Google und YouTube interagiert haben. So fließt das Budget gezielt in kalten, inkrementellen Traffic statt in bereits bekannte Käufer.

Loyalty Annotations expandieren global — Member-Preise und Versand-Benefits in organischen und bezahlten Listings. Sechs europäische Märkte haben es bereits; der Rollout läuft weiter über US, CA, AU, GB, DE, FR, ES, IT, NL und mehr. Für ungezielte Zielgruppen zeigt Google ein Dual-Price-Format mit Standardpreis und Member-Preis nebeneinander — ein direkter Anreiz, dem Loyalty-Programm beizutreten.

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